Die Entstehung des Bosrocktunnels
Der Tunnel auf der Anlage des Modellbahnclubs Sankt Florian war ursprünglich ein ganz normaler Streckenabschnitt. Er wurde gebaut, weil er an dieser Stelle sinnvoll war – nicht mehr und nicht weniger. Das Bergmassiv darüber entstand nach und nach, wie so vieles im Club: ein bisschen Planung, ein bisschen Improvisation, und am Ende passte es.
Eines Abends stand Edi, ein guter Freund des Clubs, vor der Anlage. Er war keiner, der große Reden hielt, aber er hatte ein gutes Auge für Details. Während die anderen noch überlegten, ob die Felsstruktur stimmig genug war, sagte er trocken:
„Das schaut ja fast aus wie der Bosruck.“

Einfahrt in den Bosrucktunnel von Klaus kommend.
Es war kein besonderer Moment, kein offizieller Anlass. Einfach ein Kommentar, der aus dem Bauch heraus kam. Aber er blieb hängen. Die anderen sahen sich das Bergmassiv noch einmal an – und tatsächlich, die Form erinnerte ein wenig an den Bosruck.
Damit war der Name praktisch beschlossen. Ohne Abstimmung, ohne Diskussion. Von da an hieß der Tunnel „Bosrocktunnel“ – eine kleine Abwandlung, die sich im Laufe der Zeit eingebürgert hat.
Heute trägt der Tunnel diesen Namen nicht nur wegen der Ähnlichkeit des Bergmassivs, sondern auch als stilles Andenken an Edi. Kein großes Denkmal, aber ein ehrlicher, alltäglicher Hinweis darauf, dass manche Dinge im Club einfach aus gemeinsamen Momenten entstehen.