Herbert Eisenreich war ein österreichischer Schriftsteller mit einem bewegten Leben und einem vielschichtigen Werk. Obwohl er in Linz geboren wurde (1925) und später in Wien starb (1986), hatte er enge Verbindungen zur literarischen Szene in Salzburg und ganz Österreich.
Kurzporträt
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Geboren: 7. Februar 1925 in Linz
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Gestorben: 6. Juni 1986 in Wien
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Beruf: Schriftsteller, Essayist, Hörspielautor, Kulturjournalist
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Bekannt für: Kurzgeschichten, Essays, Hörspiele, literaturkritische Texte
Literarisches Schaffen
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Schrieb über gesellschaftliche Konflikte, Geschlechterrollen, österreichische Identität und Kulturkritik
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Werke wie „Böse schöne Welt“, „Sozusagen Liebesgeschichten“, „Das kleine Stifterbuch“ und „Die abgelegte Zeit“ zeigen seine stilistische Bandbreite
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Sein Hörspiel „Wovon wir leben und woran wir sterben“ wurde mit dem Prix Italia ausgezeichnet
Themen & Haltung
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Eisenreich war ein streitbarer Intellektueller, der sich mit der Frage nach einer genuin österreichischen Literatur auseinandersetzte
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Er war skeptisch gegenüber Ideologien, bevorzugte Tradition und kritisches Denken
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Seine Essays sind oft provokativ und philosophisch – etwa über Sprache, Identität und Zeit
Persönliche Interessen
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Leidenschaftlicher Modellbahn-Fan – dokumentiert in seinem Buch „Große Welt auf kleinen Schienen“ (1963)
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Korrespondierte mit bedeutenden Autoren wie Heimito von Doderer und Friedrich Torberg

🏅 Auszeichnungen (Auswahl)
| Jahr | Preis |
|---|---|
| 1957 | Prix Italia |
| 1965 | Großer Kunstpreis NRW |
| 1969 | Anton-Wildgans-Preis |
| 1985 | Franz-Kafka-Preis |
| 1985 | Goldenes Ehrenzeichen für Wien |