Sehr gute Frage, Walter – die beiden Funktionen in Rocrail klingen ähnlich, haben aber unterschiedliche Bedeutungen. Ich erkläre dir den Unterschied und wie man sie korrekt einsetzt:
🚦 „Einfahrseite des Blocks tauschen“
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Jeder Block in Rocrail hat eine Einfahr- und Ausfahrseite.
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Wenn du beim Anlegen eines Blocks die Geometrie oder die Richtung vertauscht hast, kannst du mit dieser Funktion die physische Einfahrseite wechseln.
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Praktisch bedeutet das: Der Block „dreht“ sich, sodass die Einfahrseite zur Ausfahrseite wird.
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Anwendung:
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Wenn Züge im Plan immer „verkehrt herum“ in den Block einfahren.
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Wenn die grafische Darstellung nicht mit der realen Gleislage übereinstimmt.
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Ergebnis: Die Blockdefinition passt wieder zur tatsächlichen Gleisführung.
🔄 „logische Richtung tauschen“
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Diese Funktion betrifft nicht die physische Einfahrseite, sondern die logische Fahrtrichtung innerhalb des Blocks.
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Jeder Block hat eine definierte „logische Richtung“ (z. B. von links nach rechts).
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Mit dieser Funktion kannst du die interne Orientierung ändern, ohne die Einfahrseite zu tauschen.
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Anwendung:
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Wenn die Fahrstraßen zwar korrekt liegen, aber die Richtung der Blocklogik nicht stimmt.
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Typisch: Der Zug fährt richtig ins Gleis, aber Rocrail „denkt“, er fährt rückwärts.
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Ergebnis: Die Blocklogik wird angepasst, sodass Fahrstraßen, Rückmelder und Anzeigen wieder korrekt funktionieren.
🧭 Merke
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„Einfahrseite tauschen“ = physische Geometrie des Blocks ändern.
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„logische Richtung tauschen“ = interne Fahrtrichtung des Blocks ändern.
Beide Funktionen sind nützlich, wenn du beim Erstellen oder Importieren von Plänen merkst, dass die Darstellung nicht mit der Realität übereinstimmt. Man muss aber vorsichtig sein:
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Zuerst prüfen, ob die Einfahrseite stimmt.
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Danach die logische Richtung anpassen, falls die Fahrstraßen nicht korrekt laufen.