Das Weihnachtswunder in Sankt Florian
Am 24. Dezember herrscht im Stiftsmeierhof eine besondere Stimmung. Die Modellbahnanlagen des MBC Sankt Florian hatten an allen vier Adventsonntagen unzählige Besucher begeistert — vom Erzberg bis zum Stift, durch Tunnel, Viadukte und winterliche Landschaften. Doch am letzten Tag lag eine feierliche Ruhe über dem Raum, als würde die Florianerbahn selbst spüren, dass Weihnachten vor der Tür steht.
Auch für die Versorgung der Mitglieder war gesorgt. Unser Bürgermeister hat das Essen für alle spendiert — ein herzliches Dankeschön für den Einsatz, die Geduld und die vielen Stunden, die in den Adventfahrtagen steckten. „So schmeckt Weihnachten.“ Alle lachten, und für einen Moment war der Stress der vergangenen Wochen vergessen.

Gruppenbild v.l.n.r. Walter, Bürgermeister Bernd Schützeneder, Konrad, Gerhard - im Hintergrund das Stift und der Sumerauerhof
Danach ging es zurück an die Anlage. Lukas stand wie immer am Stellpult, Kinder winkten ihm zu, Erwachsene beobachteten fasziniert seine ruhigen Handgriffe. Manche behaupteten, er könne allein mit seinem Blick eine Weiche umlegen.
„So, jetzt fahr ma no a paar Runden“, murmelte er und legte den Regler um. Eine kleine schwarze Dampflok setzte sich in Bewegung, gefolgt von ein paar liebevoll dekorierten Waggons. Keine Show, kein Glitzer — einfach ein Zug, wie er sein sollte. Die Besucher schauten still zu, als würden sie diesen Moment festhalten wollen.
Die Zeit verging, und die Uhr rückte näher an 15:00. Dann war es so weit: Der letzte Zug des Jahres setzte sich in Bewegung.
„Danke fürs Kommen. Frohe Weihnachten. Und nächstes Jahr samma wieder da.“

Die Besucher applaudierten. Manche hatten glänzende Augen. Und als sie hinaus in die kalte Dezemberluft traten, hörten sie ein letztes, sanftes Zischen der Lokomotiven — als würde die Florianerbahn selbst „Frohe Weihnachten“ wünschen.