Anlagenberichte
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Der Streckenabschnitt von der Falkensteinbrücke zum Bahnhof Frankstrasse wird von der großen Steinbogenbrücke und den Galerien geprägt. Die Vorlage zur Steinbogenbruecke stammt ursprünglich von der Südrampe der Gotthardstrecke bei Biaschina in der Schweiz.

Im Schattenbahnhof unter der Gleiswendel werden die Züge für die lange Fahrt in den Schattenbahnhof gepuffert. Dadurch ist ein dichtere Zugfolge im sichtbaren Bereich der Modellbahnanlage möglich.

Der Bereich der Gleiswendeln in Bau im Frühjahr 2024.
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Bis zum Bau der Westbahn war Klaus der Betriebsmittelpunkt auf der Modellbahn im Stiftsmeierhof. Das Bahnhofsgebäude von Klaus wurde exakt im Maßstab 1:87 nach Originalplänen der ÖBB nachgebaut.
Klaus an der Phyrnbahn
In der Gegenansicht. Das Modell basiert auf dem Gleisplan des Bahnhof Klaus aus den 1970er Jahren. Im Vordergrund ist eine Drehscheibe zu erkennen. In Garsten, dem Ausgangsbahnhof der Steyrtalbahn ist eine handbetriebene Drehscheibe dokumentiert. Wahrscheinlich gab es auch in Klaus eine derartige Drehscheibe. Das Modell auf der Modellbahnanlage hat aber mit diesen Orihinaldrehscheiben keine Gemeinsamkeiten. Vielmehr entstand das Modell aus eine PECO Spur N-Drehscheibe. Als Vorbild diente die Drehscheibe in Obergrafendorf. Der Lokschuppen entstand im Eigenbau.
Zwischenzeitlich ist die Steyrtalbahn bis auf eine Museums-Reststrecke Geschichte. Gerade deshalb ist aber der schmalspurige Betrieb auf der Modellbahn des MBC St. Florian ganz besonders beliebt.


Am Hausbahnsteig ist das Schmalspurgleis zu erkennen. Hier endeten bis 1968 die Personenzüge aus Steyr.
Was vielen weniger bekannt ist, die Steyrtalbahn hatte von Pergern aus eine Flügelbahn nach Bad Hall. Diese wurde aber schon 1939 eingestellt.

2025 sieht es am Bahnhof Klaus so aus.
Etwas hinter dem Bahnhof

Unmittelbar am Bahnhof Klaus liegt ein kleines Einkaufsgebiert mit Gärtnerei und der Filiale eines bekannten Diskonters.
Weitere Informationen zur Steyrtalbahn sind in dem Buch "Schmalspurig durch Österreich" aus den Slezak Verlag zu entnehmen.
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Kleinreifling ist einer der betrieblichen Mittelpunkte der Modellbahnanlage. Die ersten beiden Bildern stammen aus 2007. Im direkten Vergleich mit den folgenden Bildern kann man die Weiterentwicklung der Modellbahnanlage deutlich erkennen.

Im Hintergrund ist der Lokschuppen zu erkennen. Wo früher der KIBRI-Lokschuppen stand, steht heute das Langhaus, wie im Original.

In der Gegenrichtung fotografiert

An der Nordausfahrt von Kleinreifling steht unmittelbar neben dem Bahnübergang ein Trafohäuschen
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Das Kraftwerk Steyrdurchbruch (Gemeinde Molln) ist ein seit 1908 bestehendes Laufkraftwerk am Steyrfluss. Die Jugendstil-Architektur und die Kraftwerkstechnik von Anfang des 20. Jahrhunderts sind weitgehend erhalten.
(Quelle: Wikipedia)
Mitten im Steyrdurchbruch, einem Durchbruchstal der Steyr steht auf dem Gemeindegebiet desModellbahnclubs auch das Kraftwerk Steyrdurchbruch in 1:87. Das Original gehört zu den ältesten durchgehend in Betrieb befindlichen Wasserkraftwerken der Welt und wurde im Jugendstil erbaut.

Kraftwerk Steyrdurchbruch vom gegenüberliegenden Felsen fotografiert.
Beim genauen Betrachten erkennt man die 3 Übeltäter, die wenige Tage zuvor in Kleinreifling eine Telefonzelle gekidnappt haben, beim Steineklopfen. Derartige Gaunereien gehen in der Modellbahnwelt immer glimpflich aus.

Man beachte bitte die Details. Am Kran des Rechens hängt eine Telefonzelle. Diese ist wenige Tage zuvor am Bahnhofsvorplatz von Kleinreifling verschwunden. Der Kran biegt sich unter der schweren Last. Die 3 Übeltäter wurde zum Steineklopfen im Steyrdurchbruch verurteilt und sind, wenn man genau schaut auf dem Bild darüber bei der Arbeit zu sehen.

Steyrdurchbruch im Rohbau um ca. 2006

Steyrdurchbruch im Rohbau
Etwas unterhalb vom Kraftwerk befindet dann das Durchbruchstal der Steyr durch die Kalkfelsen des Steyrtales.

Bogenbrücke überhalb des Steyrdurchbruch

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Am Ende der Linzerstrasse steht auf der Modellbahnanlage ein repräsentatives Stadttor. Wie haben an der Stelle die Zeit bis ins 19. Jahrhundert zurückgedreht und an diese Ausfahrt das Stadttor nach zeitgenössischen Darstellungen wieder errichtet.

Die Tatsache, dass Enns 4 Stadttore hatte ist heute nur mehr geschichtsinteressierten Enns-Kenner bekannt. Das Linzer-Tor war das größte und schönste Tor der Befestigungsanlage. Es stand bis ins 19. Jahrhundert etwa an der Stelle, wo heute die Linzerstrasse endet und sich zu einem kleinen Park erweitert. Mit etwas Phantasie kann man die damalige Bausituation noch erahnen. Mit dem Linzer Tor
wurde auch die Stadtmauer abgebrochen. Die 3 anderen Tore waren das Steyrertor. Es befand sich am Ende der heutigen Wienerstrasse. Das Frauentor befand sich unmittelbar neben dem Frauenturm. Das Wienertor stand am heutigen Ennsberg unter der alten Ennsburg.
Die Tore wurden aus verkehrstechnischen Gründen im 19. Jahrhundert abgebrochen.

Das Bild lässt schon erahnen, wie die Stadt mal fertig aussehen wird.
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Der Blick durch das Stadttor in die Linzerstrasse,
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„Das Geheimnis von Mittersee“
Die Sonne ist schon über dem spiegelglatten Wasser des Mittersees direkt hinter dem kleinen Bahnhof aufegegangen. Der Zug aus Steyr – gezogen von einer zierlichen ÖBB 2095 – rollt langsam ein, als erste Sonnenstrahlen das blitzblaue Wasser des Sees erreichen.
Reisende blicken neugierig hinaus auf das Wasser, denn mitten darin ragt ein Kirchturm aus dem Wasser – verwittert, von Algen bedeckt, doch stolz und unerschütterlich. Wie am echten Reschensee erinnert dieses Miniaturdenkmal an ein untergegangenes Dorf, das einst hier gestanden haben soll, bevor der „Modellbau-Stausee“ errichtet wurde.

Im Bahnhof selbst herrscht reges Treiben: Ein Güterwagen wird mit Milchkannen beladen, während am Bahnhofsgebäude ein älterer Herr im Maßstab 1:87 den Turm fotografiert – vielleicht sucht er nach einer Geschichte für sein nächstes Modellbaujournal.
In der Mittagszeit kehrt Ruhe ein. Nur das Klappern der Waggons und das sanfte Plätschern des Mitterbaches sind zu hören. Unter Wasser, so erzählt man sich auf der Anlage, läuten manchmal die Glocken… ganz leise.
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🏞️ Pianotondo und Semmering-Galerien?
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Galerien sind halboffene Tunnel, meist aus Naturstein oder Beton, die sich an steile Hänge schmiegen.
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Sie sind typisch für die Semmeringbahn und finden sich z. B. bei der Polleroswand, Kalten Rinne oder Adlitzgraben.
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Ihr rhythmisches Wechselspiel aus Licht und Schatten macht sie zu einem atmosphärischen Gestaltungselement.
🧱 Einbau in die Pianotondo-Szenerie
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Die Galerien wurden entlang der Gleiswendel platziert, wo sie sich organisch in die Felslandschaft einfügen.
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Statt spektakulärer Brücken dominieren nun massive Schutzbauwerke, die den Eindruck einer technisch anspruchsvollen Gebirgsstrecke verstärken.
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Die Galerieportale wurden nach Originalplänen der ÖBB und historischen Fotos gestaltet – mit typischen Rundbogenabschlüssen und Stützmauern.
🎨 Wirkung im Gesamtkonzept
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Die Galerien bringen eine ruhigere, aber dennoch dramatische Ästhetik in die Anlage.
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Sie ergänzen die Gotthard-inspirierte Tunnelarchitektur und schaffen eine glaubwürdige Verbindung zwischen Schweizer und österreichischer Bauweise.
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Besucher erleben eine realistische Schutzbau-Infrastruktur, die oft übersehen wird, aber essenziell für den Bahnbetrieb im Hochgebirge ist.
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Remise St. Florian
Zum 100 Jahr Jubiläum der Florianerbahn wurde die Remise mit Unterstützung des Landes Oberösterreich renoviert. Das Modell kann natürlich auch auf der Modellbahn nicht fehlen und entstand vollständig in Handarbeit.

Die Remise von St. Florian
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Remise - Heizhaus - Betriebswerk
In Österreich hießen die Betriebswerke früher Remise oder Heizhaus. In vielen Städten gibt es auch heute noch die Heizhausstrasse, obwohl die Bahn dort schon lange keine "Betriebswerke" mehr betreibt.

Das Heizhaus des Modellbahnclub Sankt Florian besitzt einen 18-ständigen Ringlokschuppen mit Drehscheibe, eine Schiebebühne für die moderne Zugförderung und eine Hunt'sche Bekohlung.

Zwischenzeitlich wurde der gesamte Bereich eingeschottert.

Während in Deutschland große Brückenbunker in den großen Betriebswerken anzufinden waren hatten die österreichischen Bahnen Aufzugsbühnen und Huntsche Bekohlungsanlagen. Besonders bekannt war die in Wien stehende Anlage. Die Bekohlungsanlage im Heizhaus Enns wurde nach einer historischen englischen Zeichnung erbaut.

Heutzutage treffen sich im Heizhaus vorwiegend moderne Maschinen. Dabei finden auch echte Amerikaner nach Enns. Die UNION PACIFIC Maschine ist eine "Gasturbine" von Athearn.

In seltenen Fällen finden auch Mallets der UP, SP und C&O nach Enns.

In der Gegenansicht sieht man Wasserturm, Schiebebühne und das noch ungeschotterte Gleisfeld.

Heute (2024) ist schon Gras rund um den Lokschuppen gewachsen.
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⛏️ Die Geschichte vom Schichtturm und der kleinen Bahn
Hoch über der Stadt Eisenerz erhebt sich der Schichtturm, ein Wahrzeichen des Bergbaus und der jahrhundertealten Tradition der Region. Er war einst der Ort, an dem die Bergleute zu ihren Schichten gerufen wurden – ein Symbol für Arbeit, Gemeinschaft und die Kraft des Eisens, das die Geschichte der Steiermark geprägt hat. Mit seiner Glocke strukturierte er den Alltag, rief die Menschen zur Arbeit und war damit ein Taktgeber des Lebens.

im Bild rechts ist der Schichtturm zu sehen
Viele Jahre später, weit entfernt im Stiftsmeierhof von Sankt Florian, entstand die Idee, diesen Turm auch in der Miniaturwelt sichtbar zu machen. Die Mitglieder des Modellbahnclubs Sankt Florian wollten nicht nur Züge fahren lassen, sondern auch die Geschichte der österreichischen Eisenbahn und ihrer Landschaften erzählen. So wurde der Schichtturm von Eisenerz im Maßstab nachgebildet – von Hand aus Polystyrolplatten gefertigt, sorgfältig zugeschnitten, geklebt und bemalt. Mit viel Geschick, Geduld und Liebe zum Detail entstand eine handwerkliche Meisterleistung, die die charakteristische Silhouette und die historische Funktion des Turmes in Miniatur einfängt.
Nun steht der kleine Schichtturm inmitten der Modellbahnanlage, flankiert von Gleisen, auf denen Erz‑Züge rollen. Besucher erkennen ihn sofort, bleiben stehen und erzählen ihre eigenen Erinnerungen an Eisenerz und den Bergbau. Kinder staunen über die ungewöhnliche Form, Erwachsene fühlen sich zurückversetzt in eine Zeit, in der der Klang der Glocke den Tagesrhythmus bestimmte.
Für den Club ist der Turm ein Zeichen der Verbundenheit: Er verbindet die harte Arbeit der Vergangenheit mit der Freude am Modellbau der Gegenwart. Er zeigt, dass Geschichte nicht nur in Büchern bewahrt wird, sondern auch in Miniaturen, die Menschen berühren und zum Erzählen anregen.
✨ Der Schichtturm von Eisenerz ist damit nicht nur ein steinerner Wächter über seine Stadt, sondern auch ein Botschafter im Modellbahnclub Sankt Florian – ein Stück Bergbaugeschichte, das im Kleinen weiterlebt und die Besucher mit seiner Symbolkraft begeistert.
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🏰 „Edler Glanz auf kleinem Gleis – Das Schlosshotel von Spittal“
Wenn Züge am Bahnhof Spittal an der Birnbahn einrollen und Reisende aus Miniaturwelten ihren Weg ins Herz der Anlage finden, fällt der Blick unweigerlich auf ein majestätisches Gebäude, das wie aus einer anderen Zeit wirkt: das Schlosshotel Spittal.
Erhaben auf einem modellierten Hügel gelegen, ragt das Hotel mit seinen cremefarbenen Fassaden, Erkertürmen und kupferfarbenem Dach über die gesamte Kulisse. Die Fenster sind hinterleuchtet, abends flackern warme Lichter – als wäre gerade ein Maskenball in vollem Gange.
Das Schlosshotel ist kein gewöhnliches Gebäude – es ist die erste Adresse für adelige Figuren, prominente Miniaturgäste und Kurgäste mit Sinn für Stil. An den Rundbogenportalen parken elegante Modellwagen, auf der Terrasse nippen feine Damen im Maßstab 1:87 an silbernen Teetassen, während ein Kammerdiener den Gepäckwagen Richtung Eingang schiebt.

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„Visite zwischen Gleisen – Die Schwarzwaldklinik von Spittal“
Versteckt zwischen majestätischen Modell-Tannen erhebt sich die Schwarzwaldklinik von Spittal an der Birnbahn – ein Kurhaus im Maßstab H0, das mit liebevollen Details an die berühmte Fernsehserie erinnert. Das Gebäude, leicht erhöht über dem Ortskern, ist aus Kunststoffmodulen gefertigt, aber durch seine Fensterszenen wirkt es lebendiger als manche Serienkulisse.
In den Klinikgarten führen fein geschotterte Wege. Sanitäterfiguren schieben eine Trage zum Eingang, während Dr. Brinkmann (Miniaturausgabe natürlich!) mit dramatisch wehendem Kittel am Empfang steht.

Der Modellzug „Rheingold-Express“ bringt regelmäßig Gäste direkt bis zur kleinen Haltestelle „Spittal an der Birnbahn“. Die Miniaturpatienten steigen aus, ein Pförtner winkt ihnen im Maßstab freundlich zu. Seit vielen Jahren werden auch kleinere kosmetische eingriffe für die Patienten gemacht.
Am Mittersee – wo der mystische Kirchturm weiterhin aus dem Wasser ragt – veranstalten die Klinikgäste gerade eine Therapie-Wanderung und treffen auf die regelmäßigen Bergmessen. Und wer genau hinsieht, erkennt: Auf einer Bank sitzt Schwester Elke mit einem Rollstuhlpatienten und einem Picknickkorb – direkt gegenüber vom Reschensee-Turm.
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🏔️ „Das Geheimnis der Staumauer“ – Eine Modellbahngeschichte
Es war ein nebliger Morgen im kleinen Modellort Birnbahn. Die Schmalspurbahn fuhr gerade durch das Tal, als die Anzeige des Speicherkraftwerks blinkte: „Stromfluss gestört!“ Turbinchen, die quirlige Energiewächterin, sprang aus ihrem winzigen Büro im Maschinenhaus. Mit Helm und Mini-Werkzeugkoffer machte sie sich auf den Weg zur Staumauer.
„Herr Generator!“, rief sie ins Funkgerät, „etwas stimmt mit dem Ablauf nicht!“ Der alte Generator – ein erfahrener Tüftler mit Messgerät-Brille – startete sofort seine Kontrolle im Schaltkasten. Die blinkenden LEDs zeigten: Kein Wasserdruck.

Währenddessen flog die Drohne „Voltus“ über den Stausee. Aus der Luft entdeckte er etwas Ungewöhnliches: Ein Laubblatt – winzig für Menschen, aber im Maßstab 1:87 ein ganzer Blockierer – hatte den Einlauf verstopft.
Die Lösung? Ein „Mini-Regenmanöver“. Turbinchen öffnete die Modellwolkenzufuhr: Ein sanfter Harzregen spülte das Blatt weg, der Ablauf wurde frei, und das Wasser rauschte wieder talwärts. Die Turbine sprang an, Herr Generator jubelte, und die Anzeige blinkte: „Stromfluss normal – Zugfahrt erlaubt.“
Die Lokomotive setzte sich pünktlich in Bewegung. Ein Passagier winkte aus dem Fenster – ganz ahnungslos, dass ein Team kleiner Helden gerade die Energie gerettet hatte.
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Spittal an der Birnbanhn ist eine Hommage an die klassischen österreichischen Kurorte ohne ein bestimmtes Vorbild nachzubilden. Thermalbad, Sportplatz, Kurhotel. Alle notwendigen Gebäude sind vorhanden.


Das Kurbad von Spittal an der Birnbahn

Das Schlosshotel

Die Schwarzwaldklinik

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Der Ennser Boden wurde schon sehr früh besiedelt. Die Besiedelung reicht bis in die Jungsteinzeit zurück. Im 4. und 3. Jh. v. Chr. waren es die Kelten, ab 15 v. Chr. die Römer, die den Ennser Raum besiedelten. Zum Schutz des Donaulimes wurde das Legionslager Lauriacum errichtet, dessen Bau 205 vollendet war.
Südlich und westlich des Lagers befand sich die gleichnamige zivile Siedlung. Lauriacum war ab dem 4. Jh. Bischofsitz und war die Wirkungsstätte der Heiligen, Florian und Severin. Durch die Hunnenstürme 451/453 wurde Lauriacum zerstört. Ab 550 erfolgte die Landnahme durch die Bayern.
Im 11. Jh. wurde durch die steirischen Otakare der Markt Ense errichtet, wo bereits Ennser Messen abgehalten wurden, zu denen Kaufleute von Holland bis Russland kamen. Am 17. August 1186 kam es bei einem der großen Fürstentage auf dem Georgenberg, heute Schlosspark, zur Unterzeichnung eines bilateralen Staatsvertrages, der in die Geschichte als Georgenberger Handfeste eingegangen ist. Dieser Vertrag sicherte nach dem Aussterben der steirischen Otakare den Babenbergern die Nachfolge im Herzogtum Steiermark.
Enns erhielt am 22. April 1212 das Stadtrecht. Diese Urkunde stellt das älteste erhaltene Stadtrecht Österreichs dar.
Einen bedeutenden wirtschaftlichen Aufschwung erlebte die Stadt in der Renaissancezeit, der sich auch heute noch im damaligen Baueifer der Ennser zeigt.
Enns musste aber auch schwere Jahre hinnehmen. Durch kriegerische Auseinandersetzungen – zuletzt die napoleonischen Kriege – erlahmte das wirtschaftliche Leben.
Im 19. Jh. wurde Enns Garnisonstadt. Nach dem 2. Weltkrieg, den Enns ohne größeren Schaden überstanden hat, war der Ennsfluss 10 Jahre lang Demarkationslinie.

Die Altstadt
Die Stadtbefestigung prägt heute noch das Bild von Enns. Sie bestand in ihrer ursprünglichen Form aus Wall, Graben, äußerer und innerer Stadtmauer mit insgesamt 15 Wehrtürmen und 4 Stadttoren. Erbaut wurde die Anlage 1193/94; um- und ausgebaut bis ins 17.Jh. Wesentliche Teile der Stadtmauer und 6 Wehrtürme sind heute noch zu sehen.Bemerkenswert ist der Frauenturm: In seinem Obergeschoss ist die ehemalige Johanniterkapelle mit Malerei in Mischtechnik aus dem frühen 14. Jh. Die Johanniter führten hier ein Hospiz für die Pilger, die auf dem „europäischen Jakobspilgerweg“ reisten.
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Die Häuser der Altstadt sind meist aus dem 15. und 16. Jh. mit beeindruckenden Fassaden und idyllischen Innenhöfen. Dem genauen Betrachter bieten sich liebevoll erhaltene Details wie renaissancezeitliche Kratzputzornamente, prunkvolle Barockstucken und Friesen aus der Gründerzeit. Es entsteht so der Eindruck, dass Enns ein einzigartiges Porträt vergangener Stilepochen ist.
Durch die Neugestaltung des Hauptplatzes konnte einer der beiden Stadtbrunnen freigelegt werden. Es war dies die erste Wasserversorgung der Stadt. Der Brunnen wird von einer modernen Brunnenlaube gekrönt.

Stadtplatz Ostseite
Vor dem alten Rathaus – heute Museum - ist ein weiterer Brunnen. Seine runden Formen widerspiegeln gewissermaßen die Formen der barocken Stuckelemente der Hausfassaden. Der Brunnen erinnert auch an den Kanzleichef der römischen Provinz Ufer-Norikum, Florian, der durch sein Bekenntnis zum christlichen Glauben am 4. Mai 304 hingerichtet wurde. Die aufeinandergerichteten Wasserstrahlen symbolisieren das Aufeinanderzugehen der Menschen von heute.
Der Stadtturm
Imposant und sehr „italienisch“ wirkt der in sich geschlossene Hauptplatz umsäumt von herrlichen Bürgerhäusern. Inmitten ragt das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt in den Himmel, der fast 60 m hohe Stadtturm, der als Glocken- und Wachturm von der Bürgerschaft zwischen 1564 und 1568 erbaut wurde. Er vereint die ausgehende Gotik mit der Renaissance. Über 157 Stufen erreicht man die Galerie, von der man einen wunderbaren Aus- und Tiefblick hat.

In 3D Drucktechnik erstelltes Modell des Stadturmes
Pfarrkirche Enns - St- Marien
Im südlichen Bereich der Altstadt erhebt sich der gesamte Baukomplex der Pfarrkirche St. Marien. Sie ist eine der ältesten Bettelordenskirchen Österreichs und ein gutes Beispiel für die Bettelordensgotik. Errichtet um 1276, am Beginn des 14. Jh. erfolgte der Bau des lang gestreckten Chores, in der 2. H. des 15. Jh. erfolgte die Einwölbung zur 2-schiffigen Hallenkirche. Sie besticht durch klare Baulinien und außergewöhnliche Schlichtheit. Die „feurigen“ Chorfenster geben dem Kirchenraum einen herrlichen Farbakzent. Sie stammen von Markus Prachensky, ein Künstler der Avantgarde, der weit über Europa hinaus bekannt ist.
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Wallseerkapelle
Sie ist ein Juwel österreichischer Gotik. Die Besonderheit dieses Baues aus der Mitte des 14. Jh. ist die Architektur. Es wurde zum ersten Mal ein 2-schiffiges Langhaus mit einem 3-schiffigen Chorraum - bei gleich bleibender Breite verbunden. In diesem zartlinigen Raum wird die Betonung des Senkrechten deutlich spürbar. Durch Sitznischen, Arkaden und mehrbahnige Fenster werden die Wände „aufgelöst“. Die Seccomalerei (1625) und die Madonna (1300) schmücken diese interessante Kapelle.
Der stimmungsvolle Kreuzgang wurde im 15. Jh. als bauliches Bindeglied zwischen Kirche und Kloster (der Minoriten) angebaut.
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Stadtmuseum „Lauriacum“
Das Haus Hauptplatz 19 hat Kaiser Friedrich III. den Ennsern 1489 geschenkt. Bis Mitte des 19. Jh. war es das Rathaus der Stadt Enns. Heute beherbergt dieses Haus mit renaissance-/barockzeitlicher Fassade das Museum. Auf drei Ebenen sind die verschiedenen Sammlungen untergebracht. Breiten Raum nimmt die römerzeitliche Abteilung ein. Aus den Exponaten ragen der „Silberschatz“ und das römische Deckenfresko „Amor und Psyche“ heraus.

Bild: In einem 180° Bogen umfährt die Modellbahn den historischen Kern von Enns - Blick vom Eichbergtunnel
Basilika St. Laurenz
Etwas außerhalb des Stadtkernes befindet sich die Basilika St. Laurenz, die sich über den Mauern eines vornehmen römischen Hauses erhebt, die bei Führungen unter der Basilika heute noch zu sehen sind. Die Namen der Heiligen Florian und Severin verbinden sich mit diesem Ort und im Hauptaltar der Kirche ruhen die Reliquien der Lorcher Märtyrerinnen und Märtyrer, die mit Florian in den Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian ihr Leben lassen mussten. Unweit der Basilika, im Karner von St. Laurenz, befindet sich mit dem Grab einer jungen Frau aus dem 4./5. Jahrhundert aber auch ein anderes Glaubenszeugnis aus römischer Zeit: Der Ring dieser jungen Frau zeigt das Chi-Ro-Zeichen und ist damit ein Hinweis auf die Entfaltung des Christentums nach der Konstantinischen Wende. Die heutige gotische Basilika stammt aus der Zeit um 1290. “Aus Römersteinen erbaut” – wie eine mittelalterliche Quelle berichtet und die archäologischen Ausgrabungen beweisen –, ist sie aber auch im Hinblick auf ihre zahlreichen Kunstwerke aus alter und neuer Zeit immer einen Besuch wert: Besonders erwähnenswert sind die Lorcher Madonna (1330) sowie die Pietà aus Terra Nigra (1430), das fein ziselierte Sakramentshäuschen (1480) und aus neuerer Zeit die Bronzetore von Peter Dimmel sowie der “Stern der Hoffnung” von Wolfgang Pöttinger. Vor der Basilika lädt das “Zeitfenster” des Künstlers Arnold Reinthaler ein, im wahrsten Sinn des Wortes in die Geschichte einzutreten und sich mit ihr näher auseinander zu setzen.
Quelle: Offizielle Homepage der Stadt Enns

Bild: Umfahrung Enns unter dem Linzer Tor. Das Original wurde Mitte des 19. Jhdts. abgerissen
Der Stadtplatz von Enns gehört zu den großen Projekten im Modellbahnclub Sankt Florian. Die Realisierung erfolgt unter Zuhilfenahme von modernstem 3D Druck. Es entstanden in den letzten Jahren eine Fülle von Gebäuden.

3D-Druck von Fensterrahmen
Stadturm unlackiert

Ostfassade im Aufbau
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Schloß Ennsegg vom Osten aufgenommen
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Für die Erzeugung von Stahl werden neben Kohle und Eisenerz auch viele andere Zuschlagstoffe, wie zum Beispiel Kalk benötigt. In Steyrling an der Pyrhnbahn steht das Kalkwerk der Vöest Alpine AG. Im Original fahren von Steyrling regelmäßig die Kalkzüge durch das Kremstal nach Linz. Das Modell des Kalkwerkes ist derzeit als Kartonmodell vorhanden und soll einen ersten Eindruck vermitteln, wie die Szene mal aussehen wird.

Als Lokomotiven kommen vorwiegend die Taurus der Cargo Serv zum Einsatz.

Cargo Serv Taurus mit Kalkzug
Das Bild der Cargoserv Taurus, die hier mit dem Leerzug Richtung Steyrling unterwegs ist entstand bereits 2007. Wenig später überquert sie die Klammbrücke und erreicht durch den Bosrucktunnel Steyling. Die Anordnung ist zwar geographisch nicht ganz richtig, aber das ist Modellbahn. Die Lokomotive war eine Spende des Betriebsrates der CargoServ.

Kalkwerk Steyrling im Sommer 2024.
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Zu den eindrucksvollsten Zeugnissen ländlicher Baukultur zählt der Vierkanthof Sumerauer in Samesleiten bei St. Florian, der bereits um 1200 in einer Urkunde des Bischofs Wolfker von Passau aufscheint. Natürlich darf man sich zu dieser Zeit noch keinen klassischen Vierkanter vorstellen, denn es handelte sich damals vielmehr um eine Gruppe von Bauten, die je nach Verwendung in Lehm- oder Holzbauweise errichtet waren. 1378 wird der Sumerauerhof in der Liste der großen Meierhöfe des Stiftes St. Florian angeführt.
Im Laufe der Jahrhunderte stieg die wirtschaftliche Bedeutung des Hofes, sodass es im 17. Jahrhundert zum Zusammenschluss von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden zu einem klassischen Vierkanthof gekommen sein dürfte.
1855 zerstörte ein Brand einen Teil des Wohntraktes. Daraufhin wurde der Hof umgebaut und der Bauzustand bis 1971 nicht mehr wesentlich verändert. 1978 konnte der zu den größten Höfen Oberösterreichs zählende Sumerauerhof vom Land Oberösterreich angekauft und als Freilichtmuseum eröffnet werden. Seit der Eröffnung unterstützt der "Verein der Freunde des OÖ. Freilichtmuseums Sumerauerhof" das Museum und seit 2002 betreut das OÖ. Landesmuseum, jetzt OÖ Landes-Kultur GmbH, den Sumerauerhof als Außenstelle.

Erbaut hat das Ganze Helmut List. Im folgenden Bild sieht man den Bauherren am fast fertiggestellten Modell.

Ein Foto aus der Bauphase soll da auch nicht fehlen. Wie viele andere Bauwerke entstand das Modell im 3D-Druck.
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Wir werden immer wieder nach der Größe der Modellbahn im Stiftsmeierhof gefragt. Für uns sind Quadratmeter, Weichenzahl und Gleislänge nicht so wichtig. Die unendliche Freude, die uns das Hobby Modellbahn macht ist viel wichtiger. Wir haben das auch nicht bis zum letzten Zentimeter Gleis dokumentiert. Daher ist die Frage auch nicht ganz so einfach zu beantworten.
Trotzdem können wir aber einen kleinen Hinweis geben. Das gesamte Clubheim hat etwas über 300m² Grundfläche. Davon gehen Werkstatt, Nebenräume, Lager und der zweite Anlagenraum mit den Kinderanlagen weg, so dass etwa 150m² Anlagenraum für die große Modellbahn übrig bleiben. Die Frage nach der Gleislänge ist etwas schwieriger zu beantworten. Wir gehen aufgrund der Gleispläne von etwa 2000m Gleislänge in den unterschiedlichen Spuren H0 Normalspur, H0e Schmalspur und H0e Überlandstrassenbahn aus. Dazu gehören dann noch 145 Weichen und 235 Rückmelder in der Normalspur. Was da an Verkabelung zusammenkommt ist kaum überschaubar. Der Forstbestand ist auf ca. 7000 Bäume und Sträucher zu schätzen.
Natürlich braucht es auch Infrastruktur. Unser Kupfer-Gasleitung für die Heizung ist etwa 75m lang. Dadurch ist es abe rauch im Winter möglich, bei angenehmen Temperaturen zu basteln.

Die Skizze gibt einen kleinen Überblick.
Zur Steuerung der Anlage werde 3 Computer eingesetzt. In Stoßzeiten können bis zu 15...20 Züge gleichzeitig fahren. Das braucht dann aber 2 Fahrdienstleiter und bereitet eine Menge Stress am Stellpult.
Die Züge fahren bei uns im Kreis, aber es ist ein große Kreis. So braucht ein Zug im Ennstal ohne Zwischenhalte vom Schattenbahnhof aus ca. 7 Minuten, um wieder im Schattenbahnhof anzukommen.
Sie können sich das aber jederzeit an den Fahrtagen selbst ansehen.