Spur H0
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Union Pacific "Gas Turbine" GTEL
Die Ära der Turbinenkraft auf Schienen
Einleitung
In den 1950er und 60er Jahren wagte die Union Pacific Railroad ein technisches Abenteuer: den Einsatz von Gas Turbine-Electric Locomotives (GTELs). Diese Lokomotiven waren keine gewöhnlichen Dieselmaschinen – sie wurden von echten Gasturbinen angetrieben, ähnlich denen in Flugzeugen. Mit bis zu 8.500 PS gehörten sie zu den leistungsstärksten Lokomotiven, die je gebaut wurden.

Technik und Aufbau
Antrieb: Gasturbine treibt Generator → versorgt Elektromotoren an den Achsen
Leistung:
1, & 2. Generation: 4.500 PS
Generation („Big Blows“): 8.500 PS
Kraftstoff: Schweres Heizöl (Bunker C), das auf 93 °C erhitzt werden musste
Achsanordnung:
1. & 2. Generation: (C-C)+(C-C)
Generation: vier dreiachsige Drehgestelle (C+C+C+C)
Spitznamen: „Verandas“ (2. Gen), „Big Blows“ oder „Bird Burners“ (3. Gen)
Historischer Überblick
| Generation | Baujahre | Anzahl | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Prototyp | 1948 | 1 | UP 50, gebaut von Alco-GE |
| 1. Gen | 1952 | 10 | UP 51–60, 4.500 PS |
| 2. Gen | 1954 | 15 | UP 61–75, „Veranda“-Design |
| 3. Gen | 1958–1961 | 30 | UP 1–30, „Big Blows“, 8.500 PS |
Die GTELs wurden hauptsächlich zwischen Council Bluffs (Iowa) und Ogden (Utah) eingesetzt. Aufgrund ihres ohrenbetäubenden Lärms waren sie in Kalifornien schnell unbeliebt.
Vorteile und Herausforderungen
Vorteile:
Enorme Zugkraft und Leistung
Anfangs günstiger Kraftstoff
Ideal für lange, schwere Güterzüge
Nachteile:
-
Hoher Kraftstoffverbrauch
Schweres Heizöl war schwierig zu handhaben
Lautstärke und Wartungsaufwand
Wirtschaftlich unrentabel ab den späten 1960ern
Erhaltene Exemplare
Obwohl die meisten GTELs verschrottet wurden, sind zwei erhalten geblieben:
UP 18 im Illinois Railway Museum
UP 26 & 26B im Union Station Museum in Ogden, Utah
Fazit
Die Union Pacific GTELs waren ein mutiger Schritt in Richtung Zukunft – eine Mischung aus Flugzeugtechnik und Eisenbahnpower. Auch wenn sie letztlich den effizienteren Dieselloks weichen mussten, bleiben sie ein faszinierendes Kapitel der Eisenbahngeschichte.
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Die DB Baureihe 24 – Das „Steppenpferd“ der Nebenbahnen
Einleitung
Die Baureihe 24 der Deutschen Reichsbahn war eine Einheits-Personenzuglokomotive, die zwischen 1928 und 1940 gebaut wurde. Sie wurde speziell für den Einsatz auf Nebenstrecken konzipiert und galt als besonders zuverlässig, wartungsfreundlich und vielseitig. Wegen ihrer eleganten Erscheinung und ihrer Einsatzgebiete in flachen Regionen erhielt sie den Spitznamen „Steppenpferd“.
Konstruktion und Technik
Bauart: 1'C h2 (eine Laufachse vorn, drei Kuppelachsen)
Hersteller: Borsig, Hanomag, Henschel, Krupp, Linke-Hofmann, Schichau
Leistung: ca. 677 kW (920 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h (50 km/h bei Tender voraus)
Kesselüberdruck: 14 bar
Brennstoffvorrat: 6 Tonnen Steinkohle
Wasservorrat: 16 m³
Tender: meist 3 T 16 oder 3 T 17
Die Lokomotiven waren mit einem genieteten Einheitskessel ausgestattet. Ab Lok 24 017 wurde die kupferne Feuerbüchse durch eine geschweißte Stahlbüchse ersetzt. Die Steuerung erfolgte über die bewährte Heusingersteuerung mit Kuhnscher Schleife.
Austauschbarkeit und Baugleichheit
Die BR 24 war weitgehend baugleich mit der Tenderlokomotive BR 64. Viele Komponenten wie Kessel, Zylinder, Triebwerk und Radsätze waren untereinander tauschbar. Diese Modularität erleichterte Wartung und Ersatzteilversorgung erheblich.
Geschichte und Einsatz
Erste Auslieferung: 1928
Gesamtanzahl: 95 Lokomotiven
Ausmusterung bei DB: 1966
Ausmusterung bei DR (Ost): 1972
Die Lokomotiven wurden vor allem im norddeutschen Flachland eingesetzt, wo ihre Fahreigenschaften besonders zur Geltung kamen. Sie zogen leichte Personenzüge und waren auch im Rangierdienst aktiv. Einige Exemplare wurden nach dem Zweiten Weltkrieg von der Polnischen Staatsbahn (PKP) übernommen und dort als Baureihe Oi2 geführt.
Technische Besonderheiten
Zwei Lokomotiven – 24 069 und 24 070 – wurden als Versuchslokomotiven mit Mitteldruckkesseln (25 bar) gebaut. Besonders 24 069 beeindruckte mit einem extrem niedrigen Dampf- und Kohleverbrauch und gilt als eine der effizientesten Kolbendampfloks Deutschlands.

Fleischmann BR24 - Bild: modelleisenbahngebraucht.de
Erhaltene Exemplare und Museumsstücke
Einige Lokomotiven der BR 24 sind bis heute erhalten und werden bei Sonderfahrten oder in Museen gezeigt. Die Lok 24 009 ist ein beliebtes Ausstellungsstück und war mehrfach bei Veranstaltungen wie dem Bahnhofsfest in Blindweide zu sehen.
Fazit
Die DB Baureihe 24 war ein technisches Meisterwerk ihrer Zeit – robust, elegant und effizient. Sie steht exemplarisch für die Ingenieurskunst der Einheitslokomotiven und bleibt ein Symbol für die goldene Ära der Dampfeisenbahn.
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Die DB Baureihe 103 – Königin der deutschen Schnellzuglokomotiven
Die Baureihe 103 der Deutschen Bundesbahn (DB) ist mehr als nur eine Lokomotive – sie ist eine Ikone der deutschen Eisenbahngeschichte. In den 1970er- und 1980er-Jahren galt sie als das Sinnbild für Geschwindigkeit, Eleganz und technische Überlegenheit. Mit ihrer markanten rot-beigen Farbgebung und der fließenden Linienführung verkörperte sie die goldene Ära des deutschen Fernverkehrs.
Technische Merkmale
Bauzeit: 1969–1974
Hersteller: AEG, BBC, Henschel, Krauss-Maffei, Siemens
Leistung: 10.400 kW (etwa 14.000 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 200 km/h
Achsanordnung: Co′Co′ (sechs angetriebene Achsen)
Dienstgewicht: ca. 114 Tonnen
Die BR 103 war die erste deutsche Lokomotive, die für den planmäßigen 200-km/h-Betrieb zugelassen wurde – ein Meilenstein in der Entwicklung des Hochgeschwindigkeitsverkehrs.
Einsatz im Schnellzugverkehr
Die Lokomotiven der BR 103 wurden fast ausschließlich im hochwertigen Fernverkehr eingesetzt:
InterCity-Züge (IC): Die elegante Lok zog Züge wie den „Rheingold“, „Domspatz“ oder „Blauer Enzian“ und verband Deutschlands Metropolen mit beispielloser Geschwindigkeit und Komfort.
EuroCity-Dienste: Auch im internationalen Verkehr, etwa Richtung Schweiz oder Österreich, war die BR 103 im Einsatz.
Dabei war sie berühmt für ihre Laufruhe, starke Beschleunigung und Zuverlässigkeit – selbst bei höchsten Belastungen.
Design und Ästhetik
Die 103 war nicht nur eine technische Meisterleistung, sondern auch ein Design-Kunstwerk:
Stromlinienförmige Front: Optimiert für Aerodynamik und Wiedererkennung
Farbschema: TEE-Lackierung in Beige/Rot, später auch in Verkehrsrot
Innenleben: Komfortabler Führerstand, hochwertige Technik und ausgeklügelte Kühlung
Die Lok wurde zum Liebling der Eisenbahnfreunde und Modellbahnhersteller – kein Wunder, dass sie bis heute auf Anlagen weltweit ihre Runden dreht.
Letzte Einsätze und Nachleben
Obwohl die Baureihe 103 nach und nach durch moderne Triebzüge wie den ICE ersetzt wurde, blieb sie bis weit in die 2000er-Jahre im Einsatz – manchmal als Reservelok oder für Sonderzüge. Mehrere Exemplare sind heute museal erhalten, etwa beim DB Museum in Nürnberg oder beim Verkehrsmuseum Koblenz.
Kultstatus bis heute
Sound: Das markante Brummen der sechs Fahrmotoren ist legendär
Leistung: Noch immer bewundernswert – selbst nach heutigen Maßstäben
Faszination: Für Eisenbahnfans ein unverzichtbarer Teil deutscher Technikgeschichte

Werkbild: Piko
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Schienen Schorsch und die kleine Lok mit großem Herz – Die ÖBB BR298
Im kleinen Bahnhof von Spittal an der Birnbahn, wo die Gleise im Sonnenlicht glitzern und die Modellbauherzen höher schlagen, hörte man eines Morgens ein ganz besonderes Schnaufen: Die ÖBB BR298, liebevoll „kleine 298er“ genannt, tuckerte mit rhythmischem Dampflokklang auf Gleis 3 ein.
„Na sowas“, murmelte Schienen Schorsch, als er sein Schnurrbart strich, „eine so alte Lok – mit mehr Charme als mancher Schnellzug!“

Die BR298 war keine Lok für Rekorde, sondern für Geschichten: Rangierfahrten in kleinen Bahnhöfen, Schneeräumung in stillen Winternächten, und sogar einmal der Transport einer Kirchenorgel nach Oberwölz – Schorsch schwört, er habe es selbst gesehen.
Als die Museumslok zum ersten Mal am Clubtag ihre Runden über die Modellanlage drehte, standen Jung und Alt staunend daneben. Ihre sanften Fahrgeräusche und das markante Design mit dem roten Streifen ließen alle Herzen höher schlagen.
Ein Kind fragte: „Warum fährt die 298 so ruhig?“ Schorsch grinste: „Weil sie weiß, wie man mit Erfahrung durchs Leben tuckert – nicht immer schnell, aber zuverlässig.“
Seitdem ist die BR298 das heimliche Symbol für alle Helfer:innen im Verborgenen: nicht laut, nicht groß, aber immer da, wenn's drauf ankommt. Und Schorsch sagt jedes Mal, wenn sie aufs Gleis rollt: „Da kommt sie – die kleine Lok mit großem Dienstgeist.“
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Die DB Baureihe 85 – Der „Bulle vom Höllental“
Die Baureihe 85 der Deutschen Reichsbahn (DR), später auch bei der Deutschen Bundesbahn (DB) im Einsatz, war eine beeindruckende Tenderlokomotive, die speziell für den Einsatz auf steilen Strecken konzipiert wurde. Ihre Geschichte ist eng mit der legendären Höllentalbahn im Schwarzwald verbunden.
Konstruktion und Technik
Hersteller: Henschel & Sohn, Kassel
Baujahre: 1932–1933
Anzahl gebauter Lokomotiven: 10 (Nummern 85 001–010)
Bauart: 1’E1’ h3t (Einheitslok mit drei Zylindern)
Leistung: ca. 1.103 kW
Höchstgeschwindigkeit: 80 km/h
Dienstmasse: 133,6 Tonnen
Anfahrzugkraft: ca. 280 kN
Brennstoffvorrat: 4,5 Tonnen Steinkohle
Wasservorrat: 14 m³
Die Lokomotiven verfügten über ein Dreizylinder-Heißdampftriebwerk, das von der Baureihe 44 übernommen wurde. Der Kessel entsprach weitgehend dem der Baureihe 62. Die robuste Konstruktion ermöglichte den Einsatz auf extremen Steigungen bis zu 57,14 ‰.
Einsatzgebiet: Die Höllentalbahn
Die Baureihe 85 wurde speziell für die Umstellung der Höllentalbahn von Zahnrad- auf Reibungsbetrieb entwickelt. Ab 1933 ersetzten sie die Zahnradlokomotiven und bewältigten die steilen Rampen zuverlässig. Neben dem Einsatz als Schiebelok wurden sie auch für Reise- und Güterzüge verwendet.
Ausmusterung und Verbleib
Mit der Elektrifizierung der Höllentalbahn und der Umstellung auf die DB-üblichen 15 kV / 16 2/3 Hz im Jahr 1960 begann die Ausmusterung der Baureihe 85. Die meisten Lokomotiven wurden bis 1961 außer Dienst gestellt. Eine Ausnahme bildete die Lok 85 007, die noch bis Ende 1961 auf der Steilrampe Erkrath–Hochdahl eingesetzt wurde.
Heute ist 85 007 die einzige erhaltene Maschine dieser Baureihe. Sie gehört der Stadt Freiburg im Breisgau und steht als technisches Denkmal im ehemaligen Bahnbetriebswerk Freiburg unter einem schützenden Hallendach.
Fazit
Die DB Baureihe 85 war ein technisches Meisterwerk ihrer Zeit – kraftvoll, zuverlässig und speziell für extreme Bedingungen gebaut. Ihr Spitzname „Bulle vom Höllental“ ist mehr als gerechtfertigt. Sie steht heute als Symbol für die Ingenieurskunst der Einheitslokomotiven und die Herausforderungen des Bahnverkehrs im Schwarzwald.
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Die GG1 der Pennsylvania Railroad – Eine Ikone der amerikanischen Eisenbahngeschichte
Die GG1 war eine legendäre Elektrolokomotive der Pennsylvania Railroad (PRR), die zwischen 1934 und 1943 gebaut wurde und fast 50 Jahre lang das Rückgrat des Schnellzugverkehrs im Nordosten der USA bildete.
Technische Daten
Hersteller: General Electric, Baldwin Locomotive Works, PRR Altoona Works
Anzahl gebaut: 139 Stück
Achsformel: (2′Co)(Co2′) – zwei dreiachsige Triebdrehgestelle mit je einem zweiachsigen Laufdrehgestell
Leistung: bis zu 8.500 PS kurzfristig, 4.620 PS dauerhaft
Höchstgeschwindigkeit: 161 km/h (Personenzüge), 145 km/h (Güterzüge)
Stromsystem: 11–13 kV, 25 Hz Wechselstrom über Oberleitung
Fahrmotoren: 12 × GEA-627-A1 mit je 288–385 PS
Design und Ästhetik
Die stromlinienförmige Karosserie wurde vom berühmten Industriedesigner Raymond Loewy überarbeitet. Er ersetzte die genietete Konstruktion des Prototyps durch eine geschweißte Ausführung und entwarf die ikonische Lackierung mit fünf goldenen Streifen auf Brunswick-Grün.
Historischer Hintergrund
Die GG1 entstand als Antwort auf die unzureichende Leistung der P5a-Lokomotiven.
Zwei Prototypen wurden getestet: die R1 von Westinghouse und die GG1 von General Electric. Die GG1 überzeugte durch bessere Kurvengängigkeit und wurde in Serie gebaut.
Die erste GG1 (Nr. 4800, „Old Rivets“) fuhr 1935 den Eröffnungszug der elektrifizierten Strecke Washington–New York.
Einsatz und Bedeutung
Eingesetzt bei PRR, Penn Central, Conrail, Amtrak und New Jersey Transit.
Transportierte u. a. die Beerdigungszüge von Präsident Franklin D. Roosevelt (1945) und Robert F. Kennedy (1968).
Einige GG1 wurden später für den Güterverkehr umgerüstet.
Erhaltene Exemplare
16 Lokomotiven sind heute in Museen erhalten, darunter:
PRR 4800 im Railroad Museum of Pennsylvania
PRR 4935 („Blackjack“)
PRR 4876, die nach einem spektakulären Unfall 1953 wieder aufgebaut wurde
Ausmusterung
Die GG1 wurde 1983 außer Dienst gestellt. Gründe waren u. a. Risse im Gussrahmen, Asbest in der Isolierung und PCB-haltiges Öl in den Transformatoren, was eine Restaurierung heute nahezu unmöglich macht.

Das Modell stammt von Bachmann.
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Beim Besuch im Märklineum ist mir im Outlet Store ein Wagen ins Auge gesprungen.


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🚂 Die GMA/M der South African Railways – Die letzte große Garratt-Generation
Die Klasse GMA/M war eine Serie von Garratt-Dampflokomotiven, die zwischen 1954 und 1958 von den South African Railways (SAR) in Dienst gestellt wurden. Mit 120 gebauten Exemplaren war sie die weltweit größte Garratt-Klasse und ein technisches Meisterwerk für den Einsatz auf südafrikanischen Haupt- und Nebenstrecken.
Technische Eckdaten
Bauart: Garratt (Articulated Steam Locomotive)
Achsformel: 4-8-2+2-8-4 („Double Mountain“)
Leistung: ca. 60.700 lbf Zugkraft
Länge: über 41 Meter (inkl. Tender)
Gewicht: bis zu 246 Tonnen (GMAM-Version)
Brennstoff: Kohle, mit mechanischem Stoker
Wasserkapazität: bis zu 9.500 Liter (GMAM) + zusätzlicher Wassertender
GMA vs. GMAM – Was ist der Unterschied?
Die Lokomotiven konnten je nach Bedarf als GMA (Branch Line) oder GMAM (Main Line) konfiguriert werden:
GMA: geringere Vorratskapazität, für leichtere Strecken
GMAM: größere Kohle- und Wasservorräte, für lange Hauptstrecken
Die Umrüstung war einfach durch Einbau oder Entfernung von Trennplatten in den Vorratsbehältern
Hersteller
Henschel & Sohn (Deutschland)
Beyer, Peacock & Co. (England)
North British Locomotive Company (Schottland)
Einsatzgebiete
Über ganz Südafrika verteilt, u. a. in Pietermaritzburg, George, Oudtshoorn
Vor Güter- und Personenzügen, oft im Vorspannbetrieb
Auch in Mosambik und Simbabwe zeitweise im Einsatz
Ausmusterung und Erbe
Letzter regulärer Einsatz bei der SAR: 1984
Einige Lokomotiven wurden an Industriebahnen verkauft, z. B. an die Randfontein Estates Gold Mines (REGM), wo sie bis in die 1990er-Jahre fuhren
Heute sind mehrere Exemplare erhalten, u. a. bei Sandstone Heritage Trust und im Summerlee Museum in Schottland
Modelle
DJH Model Loco war ein englischer Hersteller von Weissmetallbausätzen. Die Modelle waren durchwegs anspruchsvoll. Das Unternehmen wurde 2024 eingestellt, die Produkte sollen aber weiter erhältlich sein.

Ich konnte vor etlichen Jahren eine Bausatz aus England importieren. Damals war das Vereinigte Königreich noch in der EU. Obwohl in Südafrika auf Kapspur gefahren wird hat das Modell 16,5mm Spurweite. Damit kan auch auf der Anlage gefahren werden.
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🚂 Die kkStB Reihe 109 – Eleganz und Leistung auf österreichischen Schienen
Die Reihe 109 der kaiserlich-königlichen österreichischen Staatsbahnen (kkStB) war eine elegante und leistungsstarke Schnellzuglokomotive, die ab 1910 für den hochwertigen Personenverkehr auf Hauptstrecken eingesetzt wurde. Sie gilt als Höhepunkt der Entwicklung österreichischer 2’C-Schlepptenderlokomotiven vor dem Ersten Weltkrieg.
Technische Merkmale
Bauart: 2’C h2 (Pacific mit zwei Zylindern, Heißdampf)
Hersteller: StEG, Floridsdorf, Wiener Neustadt, Budapest
Leistung: ca. 1.140 kW (1.550 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h
Treibraddurchmesser: 1.740 mm
Dienstmasse: ca. 67 Tonnen
Kesselüberdruck: 13 bar
Heizfläche gesamt: über 170 m²
Historischer Hintergrund
Entwickelt von Ernst Prossy und Hans Steffan, basierend auf Entwürfen von Eustach Prossy.
Die Lokomotiven wurden für die Südbahn gebaut, um die Reisezeit zwischen Wien und Triest deutlich zu verkürzen.
Insgesamt wurden 44 Stück bis 1914 gebaut, stationiert u. a. in Wien, Innsbruck, Marburg und Triest.
Internationale Verbreitung
Nach dem Ersten Weltkrieg wurden die Lokomotiven auf verschiedene Länder verteilt:
Österreich: 17 Stück (BBÖ Reihe 209, später ÖBB Reihe 38)
Jugoslawien: 13 Stück (JDŽ Reihe 03)
Italien: 13 Stück (FS Reihe 653)
Ungarn: 10 Stück (MÁV Reihe 302)
Erhaltene Lokomotiven
109.13: betriebsfähig im Eisenbahnmuseum Strasshof, Österreich
109.109: betriebsfähig im Lokopark Budapest, Ungarn
03-002: erhalten im Eisenbahnmuseum Ljubljana, Slowenien
Diese Lokomotiven sind heute beliebte Stars bei Nostalgiefahrten und Museumsveranstaltungen – ein lebendiges Zeugnis österreichischer Ingenieurskunst.

kkStB109 Werkbild ROCO
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Die kkStB Reihe 108 – Die elegante „Atlantic“ aus Alt-Österreich
Die Reihe 108 der kaiserlich-königlichen österreichischen Staatsbahnen (kkStB) war eine der fortschrittlichsten Schnellzuglokomotiven ihrer Zeit. Sie wurde ab 1901 gebaut und war die erste vierzylindrige Verbundlokomotive mit der Achsformel 2’B1’ („Atlantic“) in Österreich – ein Meilenstein des Lokomotivbaus unter der Leitung von Karl Gölsdorf.
Technische Highlights
Bauart: 2’B1’ n4v (vierzylindrige Heißdampf-Verbundlok)
Leistung: Dauerleistung ca. 1.400 PS, Spitzenleistung bis 1.600 PS
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h (erprobt bis 143 km/h!)
Treibraddurchmesser: 2.140 mm – ideal für Schnellzüge
Kesselüberdruck: 15 atm
Tender: meist mit Gölsdorf-Tendern der Reihe 86 für Langstrecken
Hersteller und Bauzeit
Böhmisch-Mährische Maschinenfabrik (BMMF)
Wiener Neustädter Lokomotivfabrik
StEG (Staats-Eisenbahn-Gesellschaft)
Baujahre: 1901–1910
Stückzahl: 25 für kkStB, 11 für Südbahn (SB)
Historischer Kontext
Die Lokomotiven wurden für hochwertige Schnellzüge wie den Wien–Rom–Neapel-Express eingesetzt.
Die Südbahn-Versionen erhielten kürzere Tender wegen kleinerer Drehscheiben.
Nach dem Ersten Weltkrieg gingen viele Maschinen an die ČSD (Reihe 275.0), einige auch zur BBÖ, PKP und CFR.
Internationale Karriere
ČSD: 24 Maschinen als Reihe 275.0, Einsatz bis 1948
PKP: z. B. Lok 108.15 als Pf11-1
CFR: Lok 108.14, jedoch früh ausgemustert
BBÖ: übernahm die Südbahn-Loks nach 1923
Design und Auszeichnungen
Lok 108.22 erhielt 1906 auf der Weltausstellung in Mailand einen „Grand Prix“ für ihr Design.
Das Design war stark vom britischen Lokomotivbau beeinflusst, den Gölsdorf auf Studienreisen erkundet hatte.

kkStb108 Katalogbild (Micro Metakit, Quelle: brassdepartment.com)
